Týniště 27, Historische Wassermühle in Týniště, Tschechische Republik.
Týniště 27 ist eine Wassermühle am Bach Luční potok, bestehend aus zwölf Bauwerken: dem Mühlraum, einem Wohnhaus mit Scheune, einem kleinen Schuppen, zwei Mühlgräben, zwei Wehren, einem Verteilerbauwerk mit Schütz, einem Mühlteich mit Eiskellern, einem Ablaufkanal und einem Steg. Mühlraum und Haus liegen unter einem Dach, sind aber innen getrennt; der eingeschossige Bau ist teils in Fachwerk, teils massiv. Das restaurierte hölzerne oberschlächtige Wasserrad mit einer Armreihe wurde von František Mikyška aus Kojetín hergestellt.
Der älteste Teil der Mühle, die Mahlstube, stammt aus dem Jahr 1758; das ursprüngliche Wohnhaus entstand um 1800, das neue gemauerte Wohngebäude 1864, Scheune und Schuppen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie gehörte der Familie von Wenzel Wunder und blieb bis 1945 in Betrieb, verfiel danach und diente zeitweise als Müllplatz. 1976 kaufte sie das Bezirksmuseum in Ústí nad Labem, das 1979 mit dem Wiederaufbau begann.
Die Mühle gehörte der Familie von Wenzl Wunder und blieb bis 1945 in Betrieb. Das rekonstruierte oberschlächtige Rad stammt vom Hersteller František Mikyška aus Kojetín, und der originale geschnitzte Balken trägt die Jahreszahl 1803. Für Mahlvorführungen steht eine kleine Handmühle bereit; der Einfüllkasten wurde aus einer abgerissenen Mühle in Malé Žernoseky übertragen.
Das Gebäude ist von innen über geführte Besuche zugänglich, bei denen Besucher die Maschinen und Wassersysteme sehen können. Es ist hilfreich, festes Schuhwerk zu tragen, da der Boden uneben sein kann und einige Bereiche enge Treppen haben.
Die Wasserkraft wird noch immer durch ursprüngliche Kanäle geleitet, die seit Hunderten von Jahren unverändert funktionieren. Diese Systeme zeigen, wie Mühlenbesitzer die Wasserwege geschickt nutzten, um konstante Energie für die Maschinen zu gewinnen.
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