Chorherren vom Heiligen Grab St. Wenzel, Prag, Mittelalterliches Kloster in der Neustadt, Tschechische Republik.
Das Kloster Na Zderaze war eine Propstei der Kreuzherren mit dem Roten Kreuz, Chorherren nach der Regel des heiligen Augustinus, in der Prager Neustadt. Vom gesamten Komplex sind nur zwei Bauten erhalten: das barocke ehemalige Propsteigebäude in der Na Zderaze 269/4, das heute die Tschechische Technische Universität nutzt, und die kleine Kapelle des Heiligen Grabes mit blinden Spitzbögen im Chor im Hof Na Zbořenci 276/II. Die Kirche St. Peter und Paul existiert nicht mehr.
Das Kloster wurde um 1190 von zwei Brüdern gegründet und stand unter der Leitung der Kanonier des heiligen Augustin. Im 15. Jahrhundert wurde es wahrend der Hussitenkriege zerstört und verlor danach seine ursprungliche religiöse Bedeutung.
Der Name Zderaz stammt vom königlichen Gefolgsmann Zderad, erstmals 1090 erwähnt. Das Kloster gehörte den Rittern vom Heiligen Grab, Chorherren nach der Augustinusregel; seine Propstei wurde 1440 nach den Hussitenkriegen wiederhergestellt, beherbergte aber nur zwei Ordensleute. 1784 hob Joseph II. das Kanonikat auf.
Das Kloster liegt in der Prager Neustadt und kann von außen besichtigt werden, da Teile davon in Wohngebäude eingebunden sind. Besucher sollten beachten, dass das Gelande nicht frei zuganglich ist, daher ist es beste, die außensichtbaren Reste vom Gehweg aus zu betrachten.
Die Kapelle des Heiligen Grabes, der einzige erhaltene Teil des Klosters, besitzt im Chor blinde Spitzbögen und steht im Hof in der Straße Na Zbořenci 276/II. Sie ist seit dem 22. Dezember 1964 als Kulturdenkmal geschützt, die gesamte Anlage seit dem 3. Mai 1958 unter der Nummer 40111/1-1228.
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