Church of the Nativity of the Virgin Mary, Spätbarockkirche in Malá Chuchle, Tschechische Republik.
Die Kirche der Geburt der Jungfrau Maria ist ein spätbarocker Bau in Malá Chuchle mit rechteckigem Langhaus und leicht eingezogenem quadratischem Presbyterium, dessen Grundriss dem der früheren romanischen Kirche folgt. Die Fassade trägt kaselartige Fenster und barocke Volutengiebel an Ost- und Westfront. Einen Glockenturm gibt es nicht; auf dem Dach sitzt eine kleine metallene Laterne mit Zwiebelhaube, die zwei Glocken birgt, die größere von 1708, dem heiligen Bernhard geweiht.
Bereits 1264 stand hier eine Kirche, die 1298 Bischof Řehoř Zajíc z Valdeka dem Kloster Zbraslav unterstellte. Das alte Gebäude stürzte wegen aufsteigender Feuchtigkeit ein, daher wurde eine neue spätbarocke Kirche auf einer erhöhten Aufschüttung errichtet und am 7. September 1774 von Abt Celestin Stoye geweiht. Bis 1948 hieß sie Kirche zum Namen der Jungfrau Maria.
Seit 2019 überlässt die römisch-katholische Pfarrei das Gebäude einer griechischsprachigen orthodoxen Pfarre der Prager Eparchie, die hier unter dem Patrozinium der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter feiert. Die Gläubigen sind überwiegend griechischsprachig; Innen- und Fassadenarbeiten laufen mit Genehmigung der Denkmalbehörde.
Das Gebäude bleibt für Gottesdienste und Besuche geöffnet und ist mit Prags öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Besucher sollten sich vorher informieren, ob Messen stattfinden, um ein respektvolles Erlebnis zu gewährleisten.
Die Kirche wurde von der römisch-katholischen zur griechisch-orthodoxen Verwaltung übergeben, was einen seltenen Übergang für ein barockes Dorfkirchengebäude darstellt. Diesen Wandel kann ein Besucher heute noch in der Mischung aus historischer Architektur und modernen orthodoxen Elementen erkennen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.784 Mitwirkenden weltweit.