Chapel of Saint Anne, Religiöse Kapelle in Pivonice, Tschechische Republik.
Die Kapelle Sankt Anna ist ein kleiner, freistehender, rechteckiger Bau von schlichtem Äußeren, nicht geostet, in Pivonice. Sie hat einen schmaleren, dreiseitig geschlossenen Presbyterium, über dem ein kleiner Dachreiter mit Zwiebeldach sitzt, und eine kleine Sakristei links am Presbyterium. Innen weicht die Form des Presbyteriums wegen eines barocken Umbaus von der äußeren ab; dort ist eine vorwiegend gelbe Rokokomalerei erhalten.
Pivonice entstand als Siedlung unterhalb der Burg Zubštejn, und dort wurde im 15. Jahrhundert eine kleine Kapelle errichtet, die wohl zunächst als Glockenturm diente. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde sie teilweise mit Stein von der bereits ruinösen Burg repariert. 1755 beantragte der Bystřicer Pfarrer František Dinter ihre Erweiterung; 1832 galt sie als vernachlässigt und einsturzgefährdet, und der geplante große Umbau wurde nur reduziert ausgeführt. Die ab 1995 laufende Renovierung legte Rokoko-Wandmalereien und Keramik aus dem 15. Jahrhundert frei, endete 2001, weitere Arbeiten folgten 2003–2010.
Der Annentag wird von den Einwohnern noch begangen, und die Kapelle bleibt für gelegentliche Gottesdienste geweiht. Im Inneren wurde die 1995 unter weißer Tünche entdeckte Rokokomalerei, überwiegend in Gelbtönen, restauriert und ist heute im Presbyterium zu sehen. Die bei denselben Arbeiten gefundene Keramik aus dem 15. Jahrhundert verweist auf die mittelalterlichen Ursprünge des Ortes.
Die Kapelle steht frei in Pivonice, einem Ortsteil von Bystřice nad Pernštejnem, und ist nicht nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet; zuerst sieht man den schmaleren, dreiseitig geschlossenen Presbyterium mit dem kleinen Glockentürmchen und Zwiebeldach. Links schließt eine kleine Sakristei an das Presbyterium an. Das Bauwerk ist ein geschütztes Kulturdenkmal; die Rokoko-Malerei im Inneren ist bei geöffneter Kapelle zu sehen.
Bei der Restaurierung von 1995 wurden übertünchte Rokokomalereien entdeckt, wohl aus dem Umbau unter dem Bystřicer Pfarrer František Dinter. Sie wurden anschließend im Inneren der Kapelle freigelegt und wiederhergestellt. Dieselben Arbeiten brachten Keramikreste aus dem 15. Jahrhundert zutage.
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