Ředitelská vila podolské cementárny, Direktorenvilla in Podolí, Tschechische Republik
Die Direktorenvilla der Podoler Zementfabrik ist ein Ziegelbau auf Betonstreifenfundamenten, über dessen Nordfassade ein zweigeschossiger Turm aufragt. Die Hauptfassade ist dreiachsig; auf der Mittelachse treten eine Treppe und ein Portikus vor, der im Obergeschoss mit einem kleinen Balkon endet. Lisene und Gewände dieser Fassade bestehen aus Slivenecer Marmor, die übrigen Fassaden haben Putzgewände. Das Gebäude steht in einer terrassierten Stützmauer unter dem Hang.
Das Haus entstand vor 1897 als Teil des Zementfabrik-Komplexes in Podolí und diente Fabrikdirektoren als Wohnhaus. Nach der Schließung der Fabrik 1941 endete seine ursprüngliche Funktion, aber das Gebäude blieb an seinem Platz erhalten.
Das Haus zeigt, wie Fabrikdirektoren im späten 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten, mit direktem Zugang zu ihrem Industriegelände. Die Architektur verbindet elegant persönliche Wohnräume mit der Nähe zu Produktionsstätten, was den Alltag dieser Führungspersonen prägte.
Das Haus steht an der Podolská-Straße unterhalb der Kavčí-Berge, dort wo früher das Fabrikgelände war und heute ein Badeanstalt existiert. Der Zugang ist von der Straße aus möglich, und die Lage macht es leicht zu finden, wenn man die Umgebung erkundet.
Der Marmor an der Hauptfassade ist Slivenecer Marmor, verwendet für Liseren und Fensterumrahmungen, während die übrigen Fassaden Putzgliederungen tragen. Die Villa entstand vor 1897 für das Podolíer Zementwerk, das von 1871 bis 1941 in Betrieb war; 1932 kam eine Garage hinzu. 2015 wurde ein Abrissantrag durch das Denkmalschutzverfahren abgewendet, und seit dem 2. März 2017 sind die Villa, ihr Zaun und die Stützmauer als Kulturdenkmal geschützt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.137 Mitwirkenden weltweit.