Dojetřice, Alte Befestigungsanlage in Sázava, Tschechische Republik.
Dojetřice ist ein altes Befestigungslager auf einem Hügel in der Nähe von Sázava, das sich auf etwa 415 Metern Höhe befindet. Die Stelle zeigt Überreste von Befestigungswällen und Erdarbeiten, die die Grenzen dieser frühmittelalterlichen Siedlung markieren.
Dojetřice war nach den wenigen Keramik- und anderen Funden vom Ende des 8. bis ins 9. Jahrhundert besiedelt. Seine Lage hing wohl mit einer Furt über die Sázava und vielleicht mit Kalksteinabbau am Berg Bílý kámen zusammen. Eine archäologische Grabung fand nie statt; 1962 wurde nur eine Störung des inneren Walls durch Forstarbeiten dokumentiert.
Die Flurnamen der Fundstelle — Na Šancích, V Šancích oder Na Dojetřicku — beziehen sich auf die Wälle selbst, während Karten des frühen 21. Jahrhunderts sie Nad Vosovkou nennen, teils fälschlich Nad Vozovkou. Zu den Keramikfunden gehört ein slawisch-awarisches Stück, das Naďa Zemanová-Profantová 1988 veröffentlichte. Die Stätte ist als Kulturdenkmal geschützt.
Zum Fundplatz führt kein markierter Weg; das Hradiště liegt östlich des Dorfes Dojetřice, im südwestlichen Teil des Katasters von Sázava, auf einem Sporn über dem linken Ufer der Sázava. Der westliche Wall ist 295 m lang und die deutlichste erhaltene Struktur; der Boden der Akropolis ist von Hohlwegen durchzogen. Die Hänge fallen 110–130 m zum Fluss ab, für den Aufstieg sollte man Zeit einplanen.
Die Anlage wurde nie ausgegraben; der einzige dokumentierte Eingriff erfolgte 1962, als Forstarbeiten den inneren Wall beschädigten. Flurnamen lauteten Na Šancích, V Šancích oder Na Dojetřicku, während Karten des frühen 21. Jahrhunderts Nad Vosovkou zeigen, teils fälschlich Nad Vozovkou.
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