Městská knihovna v Praze, Öffentliche Bibliothek in der Altstadt, Tschechische Republik
Die Stadtbibliothek Prag ist ein neoklassizistisches Gebäude am Marianischen Platz, errichtet 1924–1929 nach dem Entwurf von František Roith. Vier Flügel umschließen einen überdachten Hof mit einer großen Halle der Ausleihe. Der dreigeschossige Südflügel zum Platz hat 19 Fensterachsen, eine Travertinfassade und einen fünfachsigen Portikus mit sechs allegorischen Figuren von Ladislav Kofránek.
Die Prager Stadtbibliothek eröffnete am 1. Juli 1891 als Öffentliche Gemeindebibliothek der königlichen Hauptstadt Prag. Nach Standorten in Zderaz und in der Spálená-Straße zog sie 1903 an eine Ecke des Mariánské náměstí, wo sie vier Monate später wegen der Altstadtsanierung gekündigt wurde. 1923 beschloss die Prager Städtische Versicherung, einen Neubau zu stiften; František Roith gewann den Wettbewerb von 1925, im Mai 1925 begannen die Bauarbeiten, und am 25. Oktober 1928 wurde das Gebäude der Stadt übergeben.
Die Bibliothek ist ein Treffpunkt für Prager, wo regelmäßig Lesungen, Konzerte und Ausstellungen stattfinden, die Literatur und Kunst mit der Gemeinschaft verbinden. Diese Veranstaltungen prägen das kulturelle Leben des Viertels und ziehen Menschen an, die sich austauschen möchten.
Die Bibliothek ist montags nachmittags bis samstags geöffnet und bietet kostenloses WLAN sowie Computerarbeitsplätze für Besucher. Die Einrichtungen sind leicht zugänglich und ermöglichen konzentriertes Arbeiten über mehrere Stunden.
Das Idiom im Vestibül, auch „Säule des Wissens“ genannt, wurde 1998 aufgestellt. Der slowakische Künstler Matej Krén baute es aus 8.000 Büchern, und Spiegel im Inneren erzeugen die Illusion eines endlosen Raums. Es steht in der Eingangshalle des zentralen Bibliotheksgebäudes am Mariánské náměstí.
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