Chapel of Saint Procopius, Religiöse Kapelle in Zásada, Tschechische Republik.
Die Kapelle des Heiligen Prokopius ist ein barocker Rechteckbau mit halbkreisförmiger Apsis und einem kleinen Glockentürmchen mit Zwiebeldach. Der Innenraum ist barock, ausgenommen ein Altarbild des Heiligen Prokopius aus dem 20. Jahrhundert von einem lokalen Maler. Sie ist die zweitgrößte Kapelle in der Tschechischen Republik.
Die Kapelle wurde zwischen 1747 und 1749 auf Kosten von Jan Šourek errichtet, dem damaligen Dorfrichter und Gastwirt, nach Plänen des Maurermeisters Jiří Folkert aus Železný Brod. Eine Ortssage berichtet, Šourek habe sie aus Dankbarkeit gestiftet, nachdem ihn Räuber überfallen hatten und sein Geld im Gebüsch bei einer Eiche versteckt worden war. Im Januar 1751 kaufte die Gemeinde Zásada von der Herrschaft Návarov angrenzende Grundstücke für Veranstaltungen.
Die Kapelle ist dem heiligen Prokop geweiht, dem sie nach ihrer Fertigstellung 1749 übergeben wurde. Seither fanden hier Wallfahrten und Kirchweihfeste (posvícení) statt, und bis 1859 wurden an der Kapelle Passionsspiele aufgeführt. Das Innere ist barock; das Altarbild des heiligen Prokop stammt aus dem 20. Jahrhundert und wurde von einem einheimischen Maler geschaffen.
Die Kapelle ist am besten zu Fuß erreichbar und befindet sich auf einem leicht erhöhten Gelände, das einen guten Überblick über die Umgebung bietet. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und vor dem Besuch lokale Öffnungszeiten zu überprüfen.
Die Kapelle verdankt ihre Entstehung einer Legende: Der plötzlich reich gewordene Richter Jan Šourek wurde von Räubern überfallen, seine Magd versteckte das Geld im Gebüsch bei einer Eiche. Aus Dankbarkeit für sein Überleben ließ er die Kapelle dort zwischen 1747 und 1749 errichten.
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