Larischův letohrádek, Sommerresidenz in Horní Těrlicko, Tschechische Republik.
Larischův letohrádek ist ein zweigeschossiges zylindrisches Sommerhaus in Horní Těrlicko. Der zylindrische Hauptkörper trägt eine niedrige, flache Kuppel. Zwei eingeschossige, einräumige Flügel mit rechteckigem Grundriss stoßen in einem stumpfen Winkel an, und ein höherer rückwärtiger Flügel enthält eine Holztreppe zum Obergeschoss mit drei Fenstern. Die Flügel haben tonnengewölbte Räume und Satteldächer.
Graf Heinrich Larisch-Mönnich ließ das Sommerhaus im Empirestil wahrscheinlich zwischen 1801 und 1804 errichten; damals lag es an der Straße von Těšín nach Polská Ostrava inmitten eines Obstgartens. Während der Hungersnot von 1845–1848 ließ er 1847 neben dem Haus eine Mauer von lokalen Bauern bauen; sie erhielten dafür Essen für den ganzen Tag. Die Mauer umschloss ursprünglich den gesamten Obstgarten und war stellenweise bis zu zwei Meter hoch.
Das Gebäude zeigt typische Merkmale des Empirestils mit schlichten Linien und symmetrischem Aufbau, die den Geschmack der Aristokratie widerspiegeln. Der Ort war Mittelpunkt eines Gutsbetriebs, der Obst anbaute und lokale Handwerker beschäftigte.
Das Gebäude steht an der Straße Těšínská (I/11) in Horní Těrlicko, an der einstigen Route von Těšín nach Polská Ostrava, einem Stadtteil von Ostrava. Es ist ein geschütztes Kulturdenkmal und nicht als gewöhnliche Sehenswürdigkeit geöffnet; von der Straße aus sind das Äußere und der erhaltene Abschnitt der Bauernhungermauer zu sehen.
Das Gebäude stand in einem adligen Obstgarten an der Straße von Těšín nach Polská Ostrava und diente vor allem als Haus des gräflichen Gärtners, nicht nur als Jagdschlösschen. 1847 ließ Graf Heinrich Larisch-Mönnich daneben von örtlichen Bauern die Hungermauer errichten; sie erhielten dafür Essen für den ganzen Tag. Von der einst bis zwei Meter hohen Mauer, die den ganzen Garten umschloss, sind nur einige Dutzend Meter erhalten.
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