Karlachovy sady, Stadtpark im Stadtteil Vyšehrad, Tschechische Republik
Die Karlachovy-Gärten sind eine kleine grüne Fläche im Vyšehrader Stadtviertel mit sandigen Wegen, Dornenhecken und verschiedenen Baumarten. Der Platz liegt erhöht über der Stadt und bietet Bänke zum Sitzen und Ruhen an.
Das Vyšehrader Domkapitel gründete den Park 1889 auf ehemaligen kleinen Feldern; Propst Mikuláš Karlach regte seine Anlage an, und 1890–1891 wurde er mit regelmäßig angeordneten Wegen angelegt. Angeblich umgab ihn eine Weißdornhecke, und er blieb für die Öffentlichkeit gesperrt. Nachdem dem Kapitel der Park 1948 entzogen wurde, wurde ein Umgestaltungsplan von 1950 im Jahr 1954 umgesetzt, als die Anlage für Besucher öffnete.
Der seit 1911 verwendete Name des Parks ehrt Propst Mikuláš Karlach, der seine Anlage anregte. Im Zentrum steht eine Steinstatue des heiligen Johannes von Nepomuk, daneben ein Brunnen in Form einer neugotischen Kapelle, den Popelka Biliánová 1905 in ihren Vyšehrader Sagen erwähnte. 2003 wurde in der Nordostecke eine lebensgroße Statue Karlachs des Bildhauers Pavel Malovaný aufgestellt.
Der Park ist das ganze Jahr über für Besucher offen und bietet gute Zugänglichkeit über verschiedene Wege in das Hochviertel hinein. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da das Gelände hügelig ist und die Wege aus Sand bestehen.
Die 2000 neben dem neugotischen Brunnen gepflanzte „Jahrtausendbirne“ ist eine Veredelung eines Gedenkbirnbaums aus Bělá u Turnova. Der Brunnen wird 1905 von Popelka Biliánová in ihren Pověsti vyšehradské erwähnt. Im Südwesten steht die Teufelssäule: drei Granodioritstücke, als Dreibein aufgestellt, 1894 vom benachbarten Friedhof hierher gebracht, wo sie seit 1787 standen.
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