Mertova díra, Bergbaustollen in Slavoňov, Tschechische Republik
Mertova díra ist ein Stollen in Slavoňov mit einem Eingang von etwa 1,2 Metern Breite und Höhe, der quer zum Bach Bohdasin verläuft. Die Öffnung liegt dicht über dem Wasserspiegel und bietet Zugang zu einem Tunnelsystem in der Umgebung.
Der Stollen stammt aus einer Zeit, als in dieser Region nach Silber gesucht wurde. Im 18. Jahrhundert untersuchten Bergbauexperten aus Kutná Hora den Stollen und stellten Spuren von Silbererz fest.
Der Name geht auf den Bauern Merta aus Blažkov zurück, der der Legende nach Silbererz fand, den Fund geheim hielt und das Erz heimlich abbauete und verkaufte. Hinter dem Gitter stand eine Figur eines Permoník, eines Berggeists; sie wurde später durch eine Figur des Bauern Merta ersetzt.
Der Stollen ist vergittert und nicht zugänglich; bei höchstens 1,2 Metern Breite und Höhe käme man nur gebückt oder auf Knien voran. Er verläuft senkrecht zum Bohdašín-Bach, etwa zwei Meter über dem Wasser, und fällt ab, sodass das Wasser nach innen tiefer wird. Man sieht ihn vom Ufer aus hinter dem Gitter.
Der Stollen ist nur 1,2 Meter breit und hoch, man bewegt sich darin gebückt oder auf Knien. Hinter dem Gitter stand eine Bergmannsfigur, heute die des Bauern Merta. Der Gang verläuft 50 Meter gerade und fällt dann vier Meter tief bis zu einem unregelmäßigen Ort.
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