Church of Saint John the Baptist in Slavoňov, Holzkirche in Slavoňov, Tschechische Republik
Die Kirche St. Johannes der Täufer ist eine Blockbaukirche über unregelmäßig rechteckigem Grundriss mit quadratisch geschlossenem, nach Osten ausgerichtetem Presbyterium auf dem Friedhof von Slavoňov. Die Wände stehen auf einem niedrigen Sockel aus Opuka-Stein, und die Schindeldächer tragen einen kleinen achteckigen Dachreiter mit kupfergedeckter Zwiebelhaube. Ein separater Renaissance-Glockenturm von 1550 mit gemauertem Untergeschoss und verschaltem Glockengeschoss bildet den Friedhofseingang.
Bereits 1350 wird hier eine gotische Kirche erwähnt, die in den Hussitenkriegen zerstört wurde; ihr Aussehen ist durch ein Siegel im Nationalmuseum in Prag überliefert. Die heutige Kirche wurde 1553 mit Mitteln von Jan Kotlačka und seinem Sohn Jan von Blažkov erbaut. Ursprünglich dem heiligen Martin geweiht, wurde sie 1683 während der Rekatholisierung unter dem Dobruškaer Dekan Jiří Sidurg dem heiligen Johannes dem Täufer neu geweiht, 1786 zur Lokalie und 1806 zur Pfarrei erhoben.
Die Kirche war ursprünglich dem heiligen Martin geweiht; 1683 ließ der Dekan von Dobruška, Jiří Sidurg, sie während der Gegenreformation dem heiligen Johannes dem Täufer weihen. Die bemalten Arkaden im Inneren zeigen einen großen Kelch und die zwölf Apostel, ein Zeugnis der utraquistischen Vergangenheit. Der Glockenturm beherbergt drei Glocken: St. Johannes der Täufer, St. Johannes Nepomuk und St. Wenzel.
Die Kirche liegt im Zentrum des Dorfes Slavoňov und ist leicht zugänglich. Besucher sollten das ganze Jahr über mit offenen Türen für Andachten und Besichtigungen rechnen, wobei eine Kontaktaufnahme mit der Gemeinde empfohlen wird.
Das Gebäude ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für die typische Holzbauweise nordböhmischer Kirchen aus dem 16. Jahrhundert. Die handwerkliche Konstruktion mit sichtbaren Holzverbindungen zeigt Bautechniken, die heute selten zu sehen sind.
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