Pilgrim Hot Springs, Geisterstadt und historische Stätte auf der Seward-Halbinsel, Alaska
Pilgrim Hot Springs ist eine 320 Hektar große Geisterstadt mit etwa 15 verlassenen Gebäuden, die von Pappeln, Birken und Kiefern umgeben sind und neben dampfenden Thermalquellen liegen. Die Strukturen zeigen die typische Anordnung eines frühen 20. Jahrhunderts Siedlung mit Wohnbauten, Wirtschaftsgebäuden und den zentralen Quellen, die das gesamte Gelände prägen.
Die Gegend begann als Erholungszentrum mit Thermalbädern für Goldsucher in den 1900er Jahren, wurde aber 1908 durch einen Brand stark zerstört. Ein Feuer markierte den Wendepunkt, nach dem die Stelle als katholisches Waisenhaus wiederaufgebaut und betrieben wurde.
Das Waisenhaus nahm während der Spanischen Grippe-Pandemie von 1918 einheimische Kinder auf und nutzte die natürlichen heißen Quellen zum Heizen und für den Anbau. Die Anlage spielte eine wichtige Rolle für die lokale Gemeinschaft, indem sie Schutz und Ressourcen in einer abgelegenen Region bot.
Um das Gelände zu besuchen, benötigen Sie eine gebührenfreie Freizeitgenehmigung und müssen 110 Kilometer von Nome mit einem Allradfahrzeug fahren. Die letzte 11 Kilometer lange Schotterstraße erfordert besondere Vorsicht, besonders während der nassen Jahreszeiten.
Die Thermalquellen erreichen Temperaturen von etwa 81 Grad Celsius und ermöglichen ganzjährig fließendes Wasser in einer Region, wo das Einfrieren normalerweise alles Wasser blockiert. Diese natürliche Wärmequelle war der Grund, warum dieses abgelegene Gebiet überhaupt besiedelt werden konnte.
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