Ørkenen Sur, Elendsviertel in Red Hook, Brooklyn, USA
Ørkenen Sur entstand als Siedlung auf einem Eisenbahn-Müllplatz, wo Menschen Wohnungen aus Ölfässern, Teerpappe und gesammelten Materialien bauten. Das Lager beherbergte bis zu 500 Menschen in behelfsmäßigen Strukturen auf einem begrenzten Gelände in Red Hook.
Die Siedlung entstand zwischen 1921 und 1934 und diente hauptsächlich norwegischen Seeleuten, die während der Großen Depression ihre Arbeit verloren hatten. Die Behörden schlossen das Lager 1934 und verwandelten das Gelände in Parks und Sportanlagen.
Die Gemeinschaft entwickelte eine eigene Struktur mit einem Bürgermeister, einem Friseur und einem Pastor, die norwegische maritime Traditionen in Amerika widerspiegelten. Diese Organisation zeigte, wie Bewohner trotz schwieriger Bedingungen kulturelle Normen bewahrten.
Der Ort ist heute Teil von öffentlichen Grünflächen in Red Hook und kann zu Fuß erkundet werden. Es ist hilfreich, vor dem Besuch lokale Museen oder historische Archive zu konsultieren, um mehr über die genaue Geschichte des Ortes zu erfahren.
Pastor Karl Holm gab der Siedlung seinen Namen als Anspielung auf die biblische Wüstenwanderung und besuchte den Ort etwa 300 Mal, um die Bewohner zu unterstützen. Diese regelmäßige Präsenz war für viele Menschen ein Zeichen von Mitgefühl während ihrer schwierigsten Zeit.
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