Zitadelle von Arbil, Alte Festung in Erbil, Irak
Die Zitadelle von Erbil ist eine der ältesten befestigten Siedlungen der Welt und erhebt sich auf einem ovalen Hügel etwa 30 Meter über der umliegenden Ebene im Norden des Irak. Der gesamte Siedlungshügel erstreckt sich über mehrere hundert Meter und ist von einer durchgehenden Außenmauer umgeben, die das dicht bebaute Innere schützt.
Menschen lebten hier seit etwa 5000 vor Christus ohne Unterbrechung auf demselben Hügel, der sich durch die ständige Bebauung und den Verfall früherer Schichten allmählich erhöhte. Das neuassyrische Reich nutzte den Ort zwischen dem zehnten und siebten Jahrhundert vor Christus als bedeutenden Stützpunkt in der Region.
Die Zitadelle besteht aus drei verschiedenen Bezirken - Serai für angesehene Familien, Takya für Derwische und Topkhana für Handwerker und Bauern, die soziale Hierarchien widerspiegeln.
Eine zentrale Verwaltungseinrichtung organisiert Führungen durch die verwinkelten Gassen und Gebäudereste im Inneren der Anlage. Die Wege können uneben sein und einige Bereiche sind noch in Restaurierung, daher lohnt sich festes Schuhwerk und etwas Zeit für einen ruhigen Rundgang.
Eine einzige Familie wohnt weiterhin innerhalb der Mauern und hält damit die Tradition einer ununterbrochenen Besiedlung über Jahrtausende hinweg aufrecht. Diese symbolische Präsenz verhindert, dass das Gelände jemals völlig unbewohnt bleibt und seine außergewöhnliche Geschichte unterbricht.
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