Camp Bucca, Militärisches Gefangenenlager in Um Qasr Nahia, Irak.
Camp Bucca war eine militärische Haftanstalt der amerikanischen Streitkräfte in der Nähe der Grenze zu Kuwait, etwa 550 Kilometer südlich von Bagdad. Die Einrichtung bestand aus mehreren Bereichen, die durch Sicherheitszonen getrennt waren und unterschiedliche Insassen aufnahmen.
Die amerikanischen Streitkräfte eröffneten das Lager im Jahr 2003, kurz nach Beginn des Irakkrieges. Bis zur Schließung 2009 passierten mehr als 100.000 Personen die Tore, darunter ehemalige Offiziere des gestürzten Regimes und mutmaßliche Kämpfer.
Die Anlage trug ihren Namen nach Ronald Bucca, einem New Yorker Feuerwehrmann, der am 11. September 2001 ums Leben kam. Innerhalb der Zäune entwickelten sich Netzwerke zwischen inhaftierten Personen unterschiedlicher Herkunft, die später weitreichende Folgen hatten.
Das Gelände lag in einer abgelegenen Wüstenregion, wo Temperaturen im Sommer weit über 40 Grad Celsius stiegen. Ab 2005 erhielten Familien finanzielle Unterstützung, um weite Strecken für Besuche zurückzulegen.
Registrierungen zufolge lernten sich hier Personen kennen, die später führende Rollen in militanten Gruppen übernahmen. Die langen Monate gemeinsamer Haft ermöglichten den Austausch von Erfahrungen und Kontakten, die weit über die Mauern hinaus Wirkung entfalteten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.