Mossul, Historische Metropole im Norden des Irak
Mosul liegt an beiden Ufern des Tigris und verbindet über fünf Brücken Wohn- und Geschäftsviertel mit den Überresten der antiken Stadt Ninive. Die Silhouette der Stadt wird von Minaretten und niedrigen Gebäuden geprägt, zwischen denen sich enge Gassen und breite Hauptstraßen schlängeln.
Die Stadt entstand im 6. Jahrhundert am westlichen Ufer des Tigris und wuchs im 8. Jahrhundert unter dem abbasidischen Kalifat zur wichtigsten Siedlung Nordmesopotamiens heran. Über die Jahrhunderte hinweg veränderten Eroberungen und Herrschaftswechsel das Gesicht der Stadt, bevor moderne Konflikte tiefe Spuren hinterließen.
Auf den Basaren südlich des Flusses verkaufen Händler Gewürze, Keramik und Stoffe und setzen damit Handelstraditionen fort, die seit Jahrhunderten bestehen. Die Gemeinden organisieren das tägliche Leben rund um Nachbarschaftsmoscheen, wo sich die Menschen zum Gebet und zum Austausch treffen.
Besucher sollten arabische Grundkenntnisse besitzen oder einen lokalen Führer engagieren, da der nordmesopotamische Dialekt Moslawi vorherrscht und Englisch selten gesprochen wird. Die Orientierung erfolgt über den Fluss als Bezugspunkt, wobei das Ostufer moderner und das Westufer dichter bebaut ist.
Die örtliche Textilindustrie stellte einst feine Baumwollstoffe her, die in europäischen Sprachen den Begriff Musselin prägten. Die Universität im Stadtzentrum bleibt eine der größten Bildungseinrichtungen im Nahen Osten, obwohl sie während der jüngsten Konflikte stark beschädigt wurde.
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