Syrisch-Orthodoxe Kathedrale St. Thomas, Syrisch-orthodoxe Kirche in Mossul, Irak
Die Kirche des heiligen Thomas ist ein syrisch-orthodoxes Gotteshaus in Mosul mit fünf Längsschiffen, die durch Bögen auf achteckigen Säulen getrennt sind und einen Sakralraum von Norden nach Süden schaffen. Das Innere zeigt eine wohlgeordnete Architektur, bei der die Säulen die parallelen Gänge strukturieren und der Blick zum Heiligtum lenken.
Die erste Erwähnung des Gotteshauses stammt von 770, als es in einer Beschwerde zum Kalifen Al-Mahdi genannt wurde. Die heutige Struktur wurde erst im 13. Jahrhundert erbaut und ersetzte oder erneuerte damit ein sehr viel älteres Heiligtum.
Die Kirche war über Jahrhunderte ein wichtiger Ort für die syrisch-orthodoxe Gemeinde, wo Bischöfe und religiöse Würdenträger bestattet wurden. Dieser Brauch prägte das geistliche Leben der Gemeinde und machte die Kirche zu einem Zentrum ihrer Identität.
Der Zugang kann je nach Sicherheitssituation vor Ort eingeschränkt sein, daher ist es ratsam, lokale Informationen einzuholen, bevor man das Heiligtum besucht. Besucher sollten angemessene Kleidung tragen und die Verhaltensregeln für religiöse Orte beachten.
Während umfangreicher Restaurierungsarbeiten 1964 entdeckten Arbeiter Fingerknochen, die dem heiligen Thomas zugeschrieben wurden und eine lange Verehrungstradition an diesem Ort bestätigten. Diese Entdeckung machte das Heiligtum zu einem noch bedeutsameren Ziel für Pilger der Gemeinde.
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