Dair Mar Elia, Christliche Klosterruinen in Ninive, Irak
Dair Mar Elia ist eine zerstörte Klosteranlage in der Provinz Ninive im Norden des Irak, die einst aus mehreren Gebäuden um einen Innenhof bestand. Die Räume verteilten sich auf etwa 2500 Quadratmeter (27 000 Quadratfuß) und umfassten eine Kapelle sowie weitere Bereiche für das Ordensleben.
Das Kloster wurde im Jahr 595 von Mar Elia gegründet und diente jahrhundertelang als geistliches Zentrum für Christen der Umgebung. Im Jahr 1743 wurden rund 150 Mönche getötet, als sie sich weigerten, zum Islam überzutreten, und 2014 zerstörte der IS die Anlage vollständig.
Christen der Region besuchten die Anlage bis 2014, um an festgelegten Tagen gemeinsam zu beten und ihre Traditionen zu pflegen. Der letzte Mittwoch im November zog besonders viele Gläubige an, die hier einen ihrer wichtigsten Feiertage begingen.
Das Gelände liegt bei den Koordinaten 36°17′33″N 43°07′52″E und kann nach Absprache mit örtlichen Stellen besucht werden. Wegen der Sicherheitslage ist es ratsam, sich vorab mit Behörden oder Reiseführern in Mossul in Verbindung zu setzen.
Im Jahr 1743 stand die Gemeinschaft vor der Wahl zwischen Konversion und Tod, als der persische Herrscher Tahmaz Nadir Schah die Aufgabe ihres Glaubens forderte. Alle 150 Mönche entschieden sich gegen den Übertritt und wurden hingerichtet.
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