Nimrud, Archäologische Stätte im Gouvernement Ninawa, Irak
Nimrud ist eine archäologische Stätte am Tigris im Gouvernement Ninawa mit Resten von Palästen, Tempeln und Befestigungsmauern aus der assyrischen Zeit. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Hektar und zeigt noch heute die Grundmauern großer Gebäude sowie zerstreute Steinblöcke.
Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert vor Christus und wurde unter König Assurnasirpal II. zur Hauptstadt des assyrischen Reiches ausgebaut. Spätere Herrscher erweiterten die Anlage mit weiteren Palästen und Tempeln, bis die Stadt im 7. Jahrhundert vor Christus aufgegeben wurde.
Die monumentalen Löwen und Stiere mit Menschenköpfen bewachten einst die wichtigsten Eingänge und beeindrucken auch heute noch durch ihre Größe. Besucher können an manchen Stellen noch Reste des glasierten Ziegelwerks erkennen, das die Fassaden in leuchtenden Farben schmückte.
Die Fundstätte liegt in einer flachen Landschaft nahe dem Fluss und ist an manchen Stellen uneben durch Schutthalden und Gräben. Festes Schuhwerk ist ratsam, da die Wege über Sand und Geröll führen und es kaum Schatten gibt.
Archäologen fanden in einer Palastkammer über 600 Elfenbeinstücke, die in einem Brunnen verborgen waren und unter Wasser konserviert blieben. Diese Schnitzereien stammen aus unterschiedlichen Kulturräumen und zeigen Motive aus Ägypten, Syrien und Anatolien.
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