Ninive, Archäologische Stätte in Mossul, Irak
Ninive erstreckt sich über zwei große Hügel, Tell Kuyunjiq und Tell Nabi Yunus, am Ostufer des Tigris und umfasst 750 Hektar innerhalb antiker Mauern. Die Ausgrabungsstätte zeigt Fundamente von Palästen, Tempeln und Wohnvierteln, die über mehrere Ebenen verteilt sind.
Die Siedlung erreichte um 700 v. Chr. unter König Sanherib ihren Höhepunkt, als Wasserversorgungssysteme und große Bauten errichtet wurden. Babylonische Truppen zerstörten die Stadt 612 v. Chr. nach einer dreimonatigen Belagerung.
Steinreliefs an den Palastwänden zeigen Kriegszüge, königliche Zeremonien und Alltagsszenen aus dem assyrischen Leben. Besucher können diese Darstellungen heute betrachten und nachvollziehen, wie die Menschen damals ihre Macht und ihren Alltag dokumentierten.
Archäologische Ausgrabungen laufen seit 1820 und bringen weiterhin Objekte, Baureste und Keilschrifttafeln zum Vorschein. Der Zugang zum Gelände hängt von der Sicherheitslage ab, daher empfiehlt sich vorherige Erkundigung über aktuelle Bedingungen.
Die königliche Bibliothek von Aššurbanipal enthielt über 20.000 Tontafeln mit Texten zu Medizin, Astronomie, Mathematik und dem Gilgamesch-Epos. Diese Sammlung gilt als eine der frühesten systematischen Archive der Menschheitsgeschichte.
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