Mor-Mattai-Kloster, Syrisch-orthodoxes Kloster in Mossul, Irak
Das Mar-Mattai-Kloster ist ein syrisch-orthodoxes Heiligtum auf dem Berg Alfaf in der Nähe von Mosul, das auf einer Höhe von etwa 800 Metern liegt. Das Gebäude hat Steinmauern, mehrere Kammern, zwei Kirchen und Wasserspeicher, die das tägliche Leben im Berg ermöglichten.
Das Kloster wurde 363 n.Chr. gegründet, als der heilige Matthäus vor Verfolgungen während der Herrschaft des römischen Kaisers Julian floh. Diese Gründung markierte den Beginn einer langen Geschichte des syrisch-orthodoxen Glaubens und der religiösen Widerstände in der Region.
Das Kloster war ein wichtiges Zentrum für syrisch-orthodoxe Gelehrsamkeit und religiöse Schriften. Seine Bibliothek bewahrte alte christliche Texte auf, die für Gläubige aus der Region bedeutsam waren.
Das Kloster liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich von Mosul und ist über einen Bergweg zu erreichen. Der Zugang erfolgt über einen gewundenen Pfad, daher sollten Besucher auf festes Schuhwerk und körperliche Fitness vorbereitet sein.
Das Kloster bewahrt Steinskulpturen und religiöse Symbole aus dem 4. Jahrhundert, die direkt in die Mauern integriert sind. Diese alten Schnitzereien zeigen die handwerklichen Fertigkeiten der frühen christlichen Zeit und sind in dieser Form selten erhalten.
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