Rabban Hormizd, Höhlenkloster in Alqosh, Irak
Das Rabban-Hormizd-Kloster ist ein in Höhlen ausgebautes Kloster in den Bergen bei Alqosh. Die Anlage besitzt über vierzig einzelne Kammern, die in den Fels gegraben wurden, und enthält eine Hauptkirche, die mehrere Ebenen umfasst.
Das Kloster wurde um 640 gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden Sitz religiöser Führerschaft. Vom 16. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert war es die Residenz für geistliche Oberhäupter dieser Region.
Der Ort war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiges Zentrum für die syrisch-orthodox Gemeinschaft. Die Kirche und die Höhlen wurden für Gebet und Unterricht genutzt und zeigen, wie intensiv das religiöse Leben hier stattfand.
Der Ort liegt in einem bergigen Gebiet und erfordert eine gute körperliche Verfassung für die Erkundung. Besucher sollten sich auf unebene Wege und enge Passagen in den Höhlen vorbereiten.
Die Anlage beherbergte einst eine bedeutende Sammlung alter Schriften in syrischer Sprache, die Generationen von Gelehrten nutzten. Diese wertvollen Dokumente wurden jedoch 1828 durch Raub und Beschädigungen stark beeinträchtigt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.