Hassuna, Archäologische Stätte nahe Mossul, Irak
Tell Hassuna ist ein archäologischer Fundplatz in der Nähe von Mosul mit sechs übereinanderliegenden Siedlungsschichten, die sich über mehrere hundert Jahre erstrecken. Der Ort hat sich etwa 7 Meter über die Ebene aufgebaut, mit Überresten von Häusern, Speichergruben und Backöfen aus den frühesten Zeiten der Landwirtschaft.
Der Platz wurde zwischen 5750 und 5350 v.Chr. besiedelt und dokumentiert eine der frühesten Phasen der menschlichen Landwirtschaft. Ausgrabungen zwischen 1943 und 1944 durch die irakische Antikenverwaltung legten diese aufeinanderfolgenden Siedlungsschichten frei und zeigten, wie sich die menschliche Lebensweise über Generationen hinweg entwickelte.
Die hier gefundenen weiblichen Figürchen und Grabbehälter mit Lebensmitteln zeigen, welche Vorstellungen die Menschen vom Leben nach dem Tod hatten. Diese Objekte geben Einblick in das religiöse Denken und die Bräuche der frühen Siedler.
Der Ort liegt in einer flachen Region und ist am besten bei trockenem Wetter zu besuchen, wenn die Lehmschichten deutlich sichtbar sind. Festes Schuhwerk ist ratsam, da man über unebenes Gelände gehen muss, um die verschiedenen Ausgrabungsbereiche zu erkunden.
Die hier gefundene Keramik zeigt eine besondere ovale Schüssel mit gerippter Innenseite, die sich über ein großes Gebiet von Eridu bis nach Ras Shamra verbreitet hatte. Diese Gefäßform war über lange Entfernungen hinweg bemerkenswert einheitlich, was auf frühen Handel oder Kulturkontakt hindeutet.
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