Große Moschee von al-Nuri, Islamischer Religionskomplex in Mossul, Irak
Die Große Moschee al-Nuri ist ein religiöser Komplex in der Altstadt von Mosul im Nordirak, der ursprünglich aus einer großen Gebetshalle, einem Innenhof und einem schlanken Minarett bestand. Die Wände tragen geometrische Muster und Kalligrafie aus Ziegelstein, während der Innenhof von Arkadengängen umgeben ist.
Nur ad-Din Zangi ließ den Komplex 1172 als Zeichen seines Sieges über die Kreuzfahrer errichten. Das schräge Minarett, im Volksmund »al-Hadba« genannt, überstand fast neun Jahrhunderte, bevor es 2017 während der Kämpfe zerstört wurde.
Der Name al-Nuri bedeutet »das Licht« und verweist auf den Gründer Nur ad-Din, dessen Bezeichnung wiederum »Licht des Glaubens« heißt. Dieser religiöse Komplex dient nach dem Wiederaufbau weiterhin als Ort des Gebets und der Zusammenkunft für die Gläubigen in Mosul.
Der Komplex befindet sich in der Altstadt von Mosul und ist über mehrere schmale Gassen erreichbar. Die Rekonstruktionsarbeiten sind noch im Gange, daher kann der Zugang für Besucher eingeschränkt sein.
Eine lokale Überlieferung besagt, dass das Minarett sich neigte, als der Prophet Mohammed darüber flog, woraufhin sich der Turm aus Ehrfurcht verbeugte. Diese Legende gab Mosul den Spitznamen »die Bucklige« und machte das Bauwerk zu einem spirituellen Symbol.
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