Jerwan, Aquäduktruine im Distrikt Shekhan, Irak
Jerwan ist eine Ortschaft nördlich von Mosul, deren Ruinen von einem Aquädukt aus weißen Kalksteinblöcken geprägt sind, das den Khenis-Fluss auf Steinbögen überspannt. Unter Sanherib zwischen 703 und 690 v. Chr. errichtet, verbaute es über zwei Millionen behauene Steine und wasserdichten Zement, um Kanalwasser über das Tal zu führen.
Das Aquädukt ließ der assyrische König Sanherib zwischen 703 und 690 v. Chr. als Teil des Atrush-Kanals errichten, der Wasser aus der 50 km nördlich gelegenen Khenis-Schlucht zu den Gärten von Ninive leitete. Es überspannt den Khenis-Fluss auf Steinbögen aus über zwei Millionen behauenen Kalksteinblöcken, die mit wasserdichtem Zement gefügt wurden. Manche Forscher bringen Sanheribs Gärten in Ninive mit der Legende der Hängenden Gärten von Babylon in Verbindung.
Die Inschrift am Aquädukt nennt Sennacherib „König der Welt, König von Assyrien“ und zählt die Gewässer auf, die er vereinte: den Husur, die Pulpulliya sowie die Quellen von Hanusa und Gammagara. Sie berichtet, dass er einen Kanal bis zur Ebene von Ninive graben und die tiefen Wadis mit weißen Kalksteinblöcken überspannen ließ. Manche Forscher verbinden die Hängenden Gärten von Babylon mit Sennacheribs Gärten in Ninive.
Jerwan liegt nördlich von Mossul im Distrikt Shekhan; die Quellen nennen die Provinz Ninive, der französische Artikel dagegen die Provinz Duhok im irakischen Kurdistan. Der Ort ist eine offene Fläche ohne Vegetation und mit wenigen Bewohnern, daher Wasser und Sonnenschutz mitnehmen. Der Aquädukt quert das Bett des Khenis-Flusses; die Lexus-Dreharbeiten 2025 zeigten, dass die Anlage unbewacht war, der Zugang ist also frei und unkontrolliert.
2025 wurde für einen Werbespot ein Lexus über die Oberseite des Aquädukts gefahren, was Kritik auslöste, besonders in der assyrischen Gemeinschaft; Toyota erklärte, man habe das irakische Kulturerbe würdigen wollen, und die Stätte sei zuvor unbewacht gewesen.
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