Schatt al-Arab, Zusammenflussfluss im Gouvernement Basra, Irak
Der Shatt al-Arab ist ein Fluss im Gouvernement Basra im Irak und in der Provinz Chuzestan im Iran, der sich vom Zusammenfluss von Tigris und Euphrat bis zum Persischen Golf erstreckt. Das Wasser wird zunehmend salziger, während es durch flaches Marschland und urbane Uferbereiche fließt.
Während des 16. Jahrhunderts stritten das Osmanische und das Safawidenreich um die Kontrolle über diese Wasserstraße, bis beide Seiten im Jahr 1639 einen Vertrag unterzeichneten. Spätere Konflikte brachten weitere Grenzverschiebungen und Veränderungen der Nutzung mit sich.
Der Name stammt vom arabischen Begriff für Flussufer und verweist auf die dichten Palmenbestände, die jahrhundertelang diese Uferregionen prägten und den Alltag der Anwohner bestimmten. Heute fahren noch vereinzelt Boote durch das Wasser, während an einigen Abschnitten neue Bäume gepflanzt werden.
Das Wasser transportiert große Mengen Sediment, wodurch die Tiefe ständig schwankt und nur kleinere Schiffe durchfahren können. Einige Uferbereiche sind zugänglich, während andere durch militärische Sperrgebiete eingeschränkt bleiben.
Die Grenze zwischen beiden Staaten verläuft stellenweise durch die Flussmitte, wodurch Fischer manchmal das Land wechseln, ohne an Land zu gehen. Manche Bereiche mischen Süß- und Salzwasser so stark, dass bestimmte Fischarten nur dort vorkommen.
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