Kirkuk, Historische Stadt im Norden des Irak.
Kirkuk ist eine Großstadt im nördlichen Irak, die sich am Fuß des Zagrosgebirges erstreckt und durch eine Zitadelle auf einem alten Hügel gekennzeichnet ist. Um diese zentrale Erhebung gruppieren sich Wohnviertel, enge Gassen und moderne Straßenzüge, die den Übergang zwischen alten und neuen Stadtteilen markieren.
Die Besiedlung reicht bis in die Zeit der Neandertaler zurück und erlebte ihre Blüte unter dem Namen Arrapha während der assyrischen Herrschaft im 9. Jahrhundert vor Christus. Später wechselten verschiedene Imperien die Kontrolle über die Stadt, die stets als Kreuzungspunkt zwischen Bergland und Ebene Bedeutung behielt.
In den Gassen der Altstadt zeichnen sich die Spuren kurdischer, turkmenischer und arabischer Gemeinschaften ab, die sich in Gebetsstätten, Handwerksbetrieben und Märkten abwechseln. Besucher beobachten heute, wie unterschiedliche Sprachen nebeneinander gesprochen werden und lokale Geschäfte Waren aller drei Traditionen anbieten.
Ein Besuch ist am einfachsten von Bagdad aus zu planen, wo eine etwa 238 Kilometer lange Straßen- und Schienenverbindung die Anreise ermöglicht. Die Stadt eignet sich als Ausgangspunkt, um die umliegenden Bergregionen zu erkunden, wobei man im zentralen Bereich am besten zu Fuß vorankommt.
Archäologische Arbeiten an der Stätte brachten Objekte aus der Ubaid-Zeit zutage, was auf eine der ältesten dauerhaften Besiedlungen in Mesopotamien hinweist. Diese Funde zeigen, dass Menschen hier Keramik und einfache Werkzeuge verwendeten, lange bevor die ersten Stadtstaaten entstanden.
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