Um al-Tabboul Mosque, Islamische Moschee in Bagdad, Irak.
Um al-Tabboul ist eine Moschee in Bagdad, die mit geometrischen Mustern und kalligrafischen Verzierungen nach traditionellen islamischen Designprinzipien gestaltet ist. Das Gebäude verfügt über separate Bereiche für Männer und Frauen sowie architektonische Merkmale, die das islamische Handwerk zeigen.
Das Gelände diente der Armee als Schießplatz, bevor die Moschee zum Gedenken an Offiziere errichtet wurde, die hier am 20. September 1959 nach dem Shawwaf-Putschversuch hingerichtet wurden. Der Grundstein wurde am 16. Juli 1964 gelegt, die Moschee am 20. September 1968 eröffnet; entworfen von Abd al-Salam Ahmed nach dem Vorbild der Zitadelle Saladins in Kairo. Die sterblichen Überreste der Freien Offiziere wurden auf den angrenzenden Friedhof überführt.
Die Moschee ist nach dem Umm-al-Tabul-Platz benannt, auf dem sie steht; nach 2003 nannten Salafisten sie Ibn-Taymiyya-Moschee, bis die sunnitische Stiftung den ursprünglichen Namen wiederherstellte. Hier werden das Freitagsgebet, die beiden Festgebete und die fünf täglichen Gebete verrichtet, und neben ihr liegen die Gräber der 1959 hingerichteten Offiziere.
Die Moschee liegt im Viertel Yarmouk nahe der Autobahn zum Flughafen Bagdad; ihr Haupttor zeigt zum Viertel Qadisiyah. Der Gebetsraum liegt etwa 1,5 Meter über dem Boden und ist über eine breite Treppe aus weißem Marmor erreichbar. Westlich des Gebäudes stehen drei Häuser für das Personal, daneben liegt der Friedhof der hier geehrten Offiziere.
Die Moschee wurde 1982 in den offiziellen irakischen Reiseführer als empfehlenswertes Bauwerk aufgenommen, damals noch als „Märtyrer-Moschee“ bezeichnet. Ihr Entwurf folgt der Zitadelle Saladins in Kairo, jedoch in größerem Maßstab; die Pläne zeichnete der Künstler Arsham George.
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