Grenze zwischen dem Iran und dem Irak, trennt die Staatsgebiete des Irans und des Iraks
Die Iran-Irak-Grenze ist eine Landesgrenze zwischen Iran und dem Irak, die sich von der türkischen Grenze im Norden bis zum Persischen Golf im Süden erstreckt und dabei durch Gebirge, Flüsse und Sumpfgebiete verläuft. Entlang dieser Grenze gibt es mehrere offizielle Übergänge, die sowohl dem Warenhandel als auch dem Reiseverkehr und der Pilgerfahrt dienen.
Die Grenze wurde erstmals 1639 durch den Vertrag von Zuhab zwischen dem Osmanischen Reich und dem Safawidenreich festgelegt. Im 20. Jahrhundert führten Streitigkeiten über die Schifffahrtsrechte auf dem Schatt al-Arab dazu, dass die Linie mehrfach neu verhandelt wurde, bevor der Iran-Irak-Krieg von 1980 bis 1988 die Region grundlegend erschütterte.
Die Grenze ist für Millionen von Pilgern der wichtigste Durchgangspunkt auf dem Weg zu den heiligen Stätten im Irak, besonders während der Arba'een-Pilgerfahrt nach Kerbala. An den Übergängen wie Schalamtscheh versammeln sich dann so viele Menschen, dass die gesamte Gegend einen eigenen Rhythmus annimmt, geprägt von Gesang, Gebet und dem Geruch von Essen, das entlang der Straßen angeboten wird.
Reisende müssen offizielle Grenzübergänge wie Mehran, Khosravi oder Schalamtscheh benutzen; die Einreisebedingungen und die Sicherheitslage können sich je nach Übergang und Tageszeit stark unterscheiden. Es empfiehlt sich, die aktuellen Reisehinweise beider Länder vor der Reise zu prüfen, da manche Übergänge nur für bestimmte Nationalitäten oder zu bestimmten Zeiten geöffnet sind.
Der Schatt al-Arab, der den südlichen Teil der Grenze bildet, war Gegenstand eines der langwierigsten Grenzstreitigkeiten der modernen Geschichte, da beide Länder jahrhundertelang unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wo genau die Grenzlinie im Wasser verlaufen sollte. Noch heute gibt es in diesem Abschnitt keine endgültig anerkannte maritime Demarkationslinie.
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