Malaiischer Archipel, Inselkette zwischen Festland-Südostasien und Australien.
Der Malaiische Archipel ist eine Inselgruppe in Südostasien zwischen dem asiatischen Festland und Australien, die sich über mehrere tausend Kilometer von Sumatra bis zu den Molukken erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen Vulkanen, Regenwäldern, Korallenriffen und schmalen Meerengen, die einzelne Inseln voneinander trennen.
Portugiesische und niederländische Seefahrer erreichten die Inseln ab dem 16. Jahrhundert auf der Suche nach Gewürzen, was den Beginn europäischer Kolonialzeit markierte. Der Begriff selbst wurde im 19. Jahrhundert von westlichen Forschern geprägt, um die geografische Ausdehnung dieser Inselwelt zu beschreiben.
Die Bewohner verteilen sich auf hunderte ethnische Gruppen, wobei jede ihre eigene Sprache und Lebensweise bewahrt. In vielen Dörfern auf den äußeren Inseln bauen Familien noch heute Holzhäuser auf Stelzen und leben vom Fischfang oder vom Reisanbau in terrassierten Feldern.
Die meisten Inseln liegen in tropischen Breiten mit hoher Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über, wobei die Regenzeit je nach Lage zwischen Mai und Oktober variiert. Bootsverbindungen und kleine Flugzeuge dienen als Hauptverkehrsmittel zwischen entlegenen Inseln, während größere Inseln über Straßennetze verfügen.
Der britische Naturforscher Alfred Russel Wallace beobachtete während seiner Reisen im 19. Jahrhundert, dass Tierarten auf beiden Seiten einer schmalen Meerenge völlig unterschiedlich waren. Diese unsichtbare Grenze trennt bis heute asiatische Säugetiere wie Tiger von australischen Beuteltieren wie Kängurus.
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