Straße von Malakka, Meerenge zwischen der Malaiischen Halbinsel und Sumatra, Malaysia.
Die Straße von Malakka ist eine Meerenge zwischen der malaiischen Halbinsel und Sumatra, die das Andamanische Meer mit dem Südchinesischen Meer verbindet und sich über 800 Kilometer erstreckt. Die Breite schwankt zwischen 65 und 250 Kilometern, während die flachsten Stellen die Schifffahrt beeinflussen.
Das Srivijaya-Reich kontrollierte diese Meerenge ab dem 7. Jahrhundert und baute ein Handelsnetz zwischen China, Indien und arabischen Ländern auf. Später kämpften europäische Kolonialmächte um den Zugang, was die Küstenstädte dauerhaft prägte.
Der Name geht auf das Sultanat Malakka zurück, das einst am engsten Punkt der Meerenge lag und zu einem Knotenpunkt für Gewürzhändler und Pilger wurde. Entlang der Küsten stehen noch heute Hafenanlagen und Dörfer, die vom Seehandel leben.
Bootstouren entlang der Küste bieten Einblicke in die Schifffahrt und die Fischerdörfer, wobei die Sicht bei klarem Wetter am besten ist. Informationen zu Hafenbesuchen oder Führungen erhält man vor Ort in den Küstenstädten.
Der Begriff Malaccamax entstand, um die größten Schiffe zu beschreiben, die noch durch diese Meerenge passen, wobei Tiefe und Breite die Abmessungen begrenzen. Trotz der engen Bedingungen fahren jährlich über 94.000 Schiffe hindurch und transportieren rund ein Viertel des weltweiten Seehandels.
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