Wakhan National Park, Schutzgebiet in der Provinz Badakhshan, Afghanistan.
Der Wakhan-Nationalpark ist ein Schutzgebiet in der Provinz Badakhshan, das sich über Hochtäler und Hochebenen zwischen dem Pamir und dem Hindukusch erstreckt. Das Gelände wechselt zwischen alpinen Wiesen, Gletschertälern und weiten Grasflächen, die von schneebedeckten Gipfeln umgeben sind.
Die Region war einst ein zentraler Durchgangspunkt der Seidenstraße und verband Zentralasien über Gebirgspässe mit China. Diese Lage lockte Händler, Pilger und Reisende an, von denen der venezianische Entdecker Marco Polo im 13. Jahrhundert einer der bekanntesten war.
Die Kyrgyz, die in den Hochtälern des Wakhan leben, ziehen mit ihren Herden noch heute saisonal durch die Bergweiden. Begegnet man ihnen, sieht man runde Filzjurten, die schnell auf- und abgebaut werden, um dem Weidekalender zu folgen.
Das Gebiet ist sehr abgelegen, und die Einreise erfolgt üblicherweise über Tadschikistan oder Kabul, wobei eine gründliche Vorbereitung unerlässlich ist. Die beste Reisezeit liegt im kurzen Sommer, wenn Schnee schmilzt und die Wege passierbar werden.
Die Mähnen-Schafe, die hier leben, haben außergewöhnlich große Hörner, die eine Spannweite von bis zu 1,9 Metern erreichen können, weshalb Marco Polo ihnen seinen Namen gab. Ihr Schutz war tatsächlich einer der Hauptgründe für die Gründung des Nationalparks.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.