Caral, Archäologische Stätte in der Provinz Barranca, Peru
Caral ist eine archäologische Stätte in der Provinz Barranca in Peru, die sich über 66 Hektar im Tal des Flusses Supe auf 350 Metern Höhe erstreckt. Die Anlage besteht aus sechs monumentalen steinernen Plattformhügeln, die um zentrale Plätze angeordnet sind.
Die Siedlung wurde um 2600 vor Christus gegründet und gilt als ältestes bekanntes urbanes Zentrum auf dem amerikanischen Kontinent. Die Entwicklung verlief zeitgleich mit den antiken Zivilisationen in Ägypten und Mesopotamien.
Ausgrabungen brachten 32 Flöten aus Knochen von Kondoren und Pelikanen ans Licht sowie die älteste bekannte Knotenschrift, was auf ausgefeilte musikalische Traditionen und Aufzeichnungsmethoden hinweist. Diese Funde zeigen, dass die Bewohner komplexe Systeme zur Kommunikation und zur künstlerischen Ausdrucksweise entwickelt hatten.
Der Ort liegt 182 Kilometer nördlich von Lima und ist über die Stadt Barranca zu erreichen, von wo aus eine das ganze Jahr über befahrbare Strecke weiterführt. Besucher sollten für den Aufenthalt ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitbringen, da das Gelände weitläufig und der Schatten begrenzt ist.
Die Anlage ist in einen oberen und einen unteren Bereich unterteilt und enthält pyramidenartige Bauwerke ohne Hinweise auf militärische Befestigungen. Diese Anordnung lässt vermuten, dass die Gesellschaft ihren Schwerpunkt auf Handel und Austausch legte.
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