Toquepala Caves, Höhle mit prähistorischer Kunst im Departement Tacna, Peru.
Die Höhlen von Toquepala liegen auf 2.200 Metern Höhe in den westlichen Anden und bilden eine Galerie mit mehr als 50 prähistorischen Felszeichnungen. Die Kammern erstrecken sich etwa 15 Meter in der Breite und erreichen eine Höhe von bis zu 5 Metern an ihrem höchsten Punkt.
Archäologen datierten die frühesten Spuren menschlicher Nutzung auf etwa 7650 vor Christus, basierend auf Farbstoffresten und verkohltem Holz aus den Höhlen. Ausgrabungen in den 1960er-Jahren brachten Werkzeuge und Materialien aus der vorkeramischen Periode ans Licht.
Die Höhlenwände zeigen Menschen bei der Jagd auf Guanakos, wilde Verwandte von Lamas, die noch heute in den Anden leben. Die Künstler verwendeten Mineralien aus der Region, um rote, gelbe und grüne Farbtöne herzustellen.
Der Standort liegt etwa 154 Kilometer von der Stadt Tacna entfernt in der Nähe der Toquepala-Mine und ist über Bergstraßen erreichbar. Ein Zaun schützt die Felszeichnungen vor unbefugtem Zugang, daher empfiehlt es sich, im Voraus nach Besuchsmöglichkeiten zu fragen.
Die Jagdszenen zeigen Menschen mit Äxten, Lanzen und Speerschleudern, doch Bögen oder Pfeile kommen in keiner der Darstellungen vor. Dieser Unterschied deutet darauf hin, dass Bögen in der Region zu jener Zeit möglicherweise noch nicht verwendet wurden.
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