Nangarhar, Östliche Provinz in Afghanistan
Nangarhar ist eine Provinz im Osten Afghanistans, die an Pakistan grenzt und zwei Landschaftstypen vereint: Bergketten im Süden und flaches Ackerland rund um die Hauptstadt Jalalabad. Die Provinz umfasst 22 Distrikte und wird von Flüssen durchzogen, die im Winter oft Wasser führen.
Buddhistische und hinduistische Reiche herrschten hier über Jahrhunderte, bis muslimische Eroberer die Region im Mittelalter übernahmen. Ahmad Shah Durrani vereinte das Gebiet 1747 mit seinem neu gegründeten afghanischen Reich.
Der Name stammt von einem persischen Begriff für neun Flüsse, die durch die Täler strömen. Viele Einwohner sprechen Paschtu und pflegen alte Stammesverbindungen, die im Alltag sichtbar bleiben.
Die Hauptstraße nach Pakistan verläuft durch die Provinz und verbindet Kabul mit dem Grenzübergang bei Torkham. Reisende sollten sich über aktuelle Bedingungen informieren, da Sicherheitslage und Zugang schwanken können.
Die Ebene um Jalalabad ermöglicht Anbau von Zitrusfrüchten, Erdnüssen und Datteln, was in höher gelegenen afghanischen Provinzen nicht funktioniert. Das mildere Klima lockt im Winter auch Besucher aus kälteren Landesteilen an.
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