Nuristan, Östliche Gebirgsprovinz in Afghanistan
Die Provinz Nuristan liegt im Osten Afghanistans und erstreckt sich über ein weitläufiges Bergland, das von tief eingeschnittenen Flusstälern durchzogen wird. Sie grenzt im Osten an Pakistan und ist von steilen Hängen und bewaldeten Abhängen geprägt, die sich über verschiedene Höhenlagen verteilen.
Ende des 19. Jahrhunderts eroberte Amir Abdur Rahman Khan das Gebiet, das damals Kafiristan hieß, und führte die islamische Herrschaft ein. Seitdem trägt die Region ihren heutigen Namen, der sich auf das Licht des Islams bezieht.
Die Einheimischen sprechen mehrere verwandte Sprachen, darunter Kati, das in den nördlichen Tälern zu hören ist, und Kom, das weiter südlich gesprochen wird. Diese Sprachen gehören zur dardschen Sprachgruppe und unterscheiden sich deutlich von Dari oder Paschto, den beiden Hauptsprachen Afghanistans.
Straßen sind oft in schlechtem Zustand, und viele Dörfer lassen sich nur zu Fuß oder auf schmalen Bergpfaden erreichen. Reisende sollten sich auf ein trockenes und kaltes Klima in höheren Lagen und deutlich wärmere Temperaturen in den Tälern einstellen.
In einigen abgelegenen Dörfern verwenden Einheimische noch hölzerne Schnitzereien und Muster an Häusern und Türen, die auf die Zeit vor der Islamisierung zurückgehen. Diese alten Verzierungen zeigen geometrische Formen und stilisierte Figuren, die in anderen Teilen Afghanistans kaum zu sehen sind.
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