Amphitheater von Durrës, Römisches Amphitheater in Durrës, Albanien.
Das Amphitheater von Durrës ist eine elliptische römische Anlage mit Achsen von 132,4 und 113,2 Metern, die in einen Hang gebaut wurde; etwa zwei Drittel ruhen auf dem Hügel. Die Arena misst 61,4 auf 42,2 Meter, und die mit weißen Platten verkleideten Sitzreihen reichten bis etwa 20 Meter Höhe. Treppen und Galerien erschließen mehrere Ebenen, und zwei ziegelrote Bogenöffnungen sind in die gekrümmte Fassade eingelassen.
Der Bau begann unter Trajan zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr., und das Amphitheater diente bis zum 4. Jahrhundert Aufführungen; das Erdbeben von 345/346 beendete wohl die Gladiatorenkämpfe. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts entstand eine frühchristliche Kapelle mit Fresken, im 6. Jahrhundert kamen Mosaiken hinzu; eine mittelalterliche Kapelle mit Fresken folgte im 13. Jahrhundert. Nach der osmanischen Eroberung wurde in der Nähe eine Mauer errichtet und das Bauwerk im 16. Jahrhundert überdeckt. Ausgrabungen erfolgten in den 1960er-Jahren durch Vangjel Toci und in den 1980er-Jahren durch Lida Miraj.
In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts wurde eine frühchristliche Kapelle auf dem Amphitheater errichtet, zunächst mit Fresken geschmückt, im 6. Jahrhundert kamen Mosaiken hinzu; im 13. Jahrhundert folgte eine mittelalterliche Kapelle mit Fresken. Die Kapelle mit den Mosaiken ist erhalten, und die Stätte dient heute als Museum und als Bühne des Internationalen Sommerfilmfestivals von Durrës.
Das Amphitheater liegt im Stadtzentrum, etwa 350 Meter vom Meer entfernt; die untere Arena befindet sich rund 5,5 Meter über dem Meeresspiegel, und zwei Drittel des Bauwerks sind in den Hügel eingebettet. Ein Teil der Arena ist heute von modernen Wohnhäusern überbaut, sodass der Zugang auf die ausgegrabenen Bereiche beschränkt ist. Die Kapelle mit Mosaiken ist im Inneren erhalten.
Die Anlage ist das größte bewahrt erhaltene römische Amphitheater auf der Balkanhalbinsel, was sie von anderen Überresten dieser Periode in der Region unterscheidet. Diese Größe und Erhaltung machen es besonders bemerkenswert für das Verständnis römischer Ingenieurskunst im Osten.
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