Artaschat, Antike Hauptstadt nahe der Ararat-Ebene, Armenien
Artashat ist eine antike Hauptstadt, die sich über neun Hügel an der Kreuzung der Flüsse Araxes und Metsamor erstreckte und durch Befestigungen sowie natürliche Wasserbarrieren geschützt wurde. Ausgrabungen zeigen gepflasterte Straßen, öffentliche Gebäude, Bäder, Läden und Werkstätten, die auf ein fortgeschrittenes Stadtsystem hindeuten.
König Artaxias I. gründete diese Siedlung im Jahr 176 v. Chr. als Hauptstadt Armeniens, wobei er Unterstützung vom karthagischen General Hannibal erhielt. Die Gründung markierte einen Wendepunkt in der armenischen Geschichte und machte den Ort zu einem wichtigen politischen Zentrum.
Die Siedlung zeigt Spuren griechischer und persischer Einflüsse, die in ausgegrabenen Bronzestatuen von Zeus, Artemis und Apollo sowie in Darstellungen iranischer Reiter sichtbar werden. Diese Mischung aus verschiedenen Kulturen prägt bis heute das Verständnis davon, wie Menschen hier zusammenlebten.
Der Ort lässt sich am besten während der wärmeren Monate besuchen, wenn die Ausgrabungsstätten gut zugänglich sind. Festes Schuhwerk ist nötig, da das Gelände uneben ist und viele Bereiche noch unter Ausgrabung stehen.
Die Überreste einer der frühesten Kirchen Armeniens aus dem 4. Jahrhundert wurden hier 2024 entdeckt und geben Einblick in die frühe christliche Geschichte der Region. Dieser Fund ist von großer Bedeutung für das Verständnis, wie schnell sich das Christentum in diesem Gebiet ausbreitete.
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