Matenadaran, Institut für alte Handschriften in Jerewan, Armenien
Das Matenadaran bewahrt mehr als 23.000 Handschriften und 300.000 Archivdokumente in einem monumentalen Gebäude am nördlichen Rand von Eriwan auf. Die Einrichtung arbeitet als Forschungszentrum und stellt ausgewählte Manuskripte in permanenten und wechselnden Ausstellungen zur Ansicht aus.
Die Einrichtung entstand 1921 aus der Manuskriptbibliothek von Etschmiadsin und bezog ihren heutigen Standort zwischen 1945 und 1957 nach Entwürfen des Architekten Mark Grigoryan. Die Verlegung folgte dem Bedarf, eine umfangreiche Sammlung an einem sicheren Ort zu zentralisieren.
Der Name stammt vom armenischen Wort für Bibliothek und bezeichnet heute eine zentrale Anlaufstelle für Wissenschaftler aus aller Welt. Besucher sehen Schriften aus unterschiedlichen Regionen, die Medizin, Astronomie, Philosophie und Geografie behandeln.
Der Besuch ist von Dienstag bis Samstag zwischen 10 Uhr und 17 Uhr möglich, wobei einige Bereiche nur für Forscher zugänglich sind. Die Ausstellungsflächen bieten Raum für eine ruhige Betrachtung der gezeigten Werke und erlauben Fotografieren ohne Blitz.
Das Haus bewahrt sowohl das größte armenische Buch, das 28 Kilogramm schwere Msho Charyntir, als auch das kleinste armenische Manuskript mit nur 190 Gramm Gewicht. Der Größenunterschied zeigt die Bandbreite mittelalterlicher Buchproduktion und die Anforderungen unterschiedlicher Nutzungszwecke.
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