Erivan Fortress, Osmanische Festung in Eriwan, Armenien
Die Erivan-Festung war eine rechteckige Befestigungsanlage in Jerewan, die von drei Toren durchbrochen wurde: Täbris, Schirwan und Korpu. Jedes dieser Tore war mit doppelten Zinnenreihen und eisernen Torflügeln gesichert.
Die Festung wurde 1582 vom osmanischen Befehlshaber Ferhat Pascha errichtet und diente über Jahrhunderte als wichtiger Militärstandort. Im Jahr 1827 eroberten russische Truppen unter Ivan Paskevich die Anlage, was das Ende der persischen Herrschaft über die Region einläutete.
Der Sardar-Palast innerhalb der Festung war im persischen Stil gebaut und mit Glasornamenten verziert, die das Licht auf besondere Weise brachen. Sein Spiegelsaal mit bemalten Decken galt als eines der schönsten Räume der gesamten Region.
Die Festung stand einst in der Nähe des heutigen Republikanischen Platzes, doch heute sind vor Ort kaum sichtbare Überreste erhalten. Wer mehr über den ursprünglichen Grundriss erfahren möchte, findet in den umliegenden Museen und bei Stadtführungen hilfreiche Informationen.
Innerhalb der Festungsmauern standen zwei Moscheen: die Rajab-Pascha-Moschee aus dem Jahr 1725 und die Abbas-Mirza-Moschee. Die erstere wurde nach der russischen Einnahme in eine russisch-orthodoxe Kirche umgewandelt, was den raschen Wandel des Ortes nach 1827 zeigt.
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