Akademisches Opern- und Ballett-Theater „A. Spendiarjan“, Opernhaus im Bezirk Kentron, Jerewan, Armenien
Das Yerevaner Operntheater ist ein Gebäude von Alexander Tamanian mit zwei Sälen: dem Aram-Chatschaturjan-Konzertsaal mit 1.120 Plätzen und dem Alexander-Spendiarjan-Opern- und Ballettsaal mit 1.400 Plätzen. Die Foyerwände sind mit hellem Agveran-Marmor verkleidet, und der obere Balkon ist in zwei Ränge unterteilt.
Die Operngesellschaft wurde am 13. Mai 1932 per Beschluss des armenischen Sovnarkom gegründet; ihre erste Premiere, Spendiarians Almast, fand am 20. Januar 1933 statt. Der heutige Bau von Alexander Tamanian wurde 1940 mit einem Saal für 1.120 Zuschauer fertiggestellt. 1938 erhielt das Theater den Namen Spendiarians, 1939 den Leninorden, 1957 den Akademiestatus; 1980 wurde es nach einer von Gevorg Tamanian geleiteten Rekonstruktion wiedereröffnet.
Das Theater eröffnete am 20. Januar 1933 mit Alexander Spendiarjans Oper Almast und trägt seit 1938 seinen Namen. Der vorgelagerte Platz zeigt Denkmäler für den Dichter Howhannes Tumanjan und für Spendiarjan selbst; am Schwanensee des angrenzenden Parks, der dem Sewansee nachempfunden ist, steht eine Statue des Komponisten Arno Babadschanjan.
Der Ort befindet sich im Zentrum von Erevan und ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Besucher sollten auf die Jahreszeit achten, da Aufführungen das ganze Jahr über stattfinden, aber die Spielzeit variiert.
Vor dem Theaterbau stand auf dem Grundstück die Getsemane-Kapelle, eine kleine einschiffige armenische Kirche an der Stelle einer älteren, beim Erdbeben von Jerewan 1679 zerstörten Kirche. Architekt Alexander Tamanjan ließ sie 1929 abtragen und die Steine für einen Wiederaufbau nummerieren, doch dazu kam es nicht: 1932 wurden die Steine für das Arbeiterhaus in der Byron-Straße verwendet. Der angrenzende Friedhof mit Grabsteinen des 17. und 18. Jahrhunderts verschwand mit ihr.
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