Kathedrale und Kirchen von Etschmiadsin und archäologische Stätte von Swartnoz, Religiöser Komplex und archäologische Stätte des UNESCO-Welterbes in der Provinz Armavir, Armenien
Die Kathedrale und Kirchen von Etschmiadsin und die archäologische Stätte von Swartnoz umfassen sechs getrennte Areale in der Provinz Armawir, westlich von Jerewan. Die Kathedrale, drei Kirchen und ein Friedhof liegen in der antiken Hauptstadt Etschmiadsin, während Swartnoz östlich der Stadt die Ruinen einer Kathedrale, eines Palastes und weiterer Gebäude bewahrt. Die Kirchen sind vorwiegend Kreuzkuppelkirchen, meist als Tetrakonchos mit vier Konchen angelegt.
Die Kathedrale von Etschmiadsin wurde um 301 bis 303 n. Chr. an der Stelle eines früheren heidnischen Tempels errichtet, als Armenien als erstes Land das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Swartnoz entstand erst im 7. Jahrhundert und wurde im 10. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört, das nur Ruinen hinterließ.
Der Name Etschmiadsin bedeutet „Herabkunft des Eingeborenen": Nach dem Historiker Agathangelos aus dem 5. Jahrhundert sah Gregor der Erleuchter Christus vom Himmel herabsteigen und mit einem goldenen Hammer den Boden berühren, wo die Kathedrale entstehen sollte. Der Ort ist bis heute Sitz des Katholikos der Armenisch-Apostolischen Kirche, der nach der Verlegung durch Nerses III. im Jahr 641 von Swartnoz hierher zurückkehrte.
Beide Stätten liegen in der gleichen Region westlich von Jerewan und können gut an einem einzigen Tag besucht werden. Für den Besuch von Swartnoz empfiehlt sich bequemes Schuhwerk, da das Gelände uneben ist und man im Freien umherläuft.
Die Kuppel der Kathedrale ruht auf vier gewaltigen freistehenden Pfeilern, die beim Wiederaufbau des Baus im 17. Jahrhundert nach früheren Erdbeben hinzugefügt wurden. Wer im Inneren nach oben blickt, sieht, wie sich der zentrale Tambour über dem Schiff öffnet und Licht direkt auf den Altar fallen lässt.
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