Kond Mosque, Safawidische Moschee im Kentron-Bezirk, Armenien
Die Kond-Moschee steht im erhöhten Viertel von Yerevan und zeigt Merkmale des Safaviden-Stils mit massiven Mauern von etwa 1,5 Metern Dicke. Das Gebäude besteht aus Backstein und Stein und hat einen quadratischen Grundriss mit einer zentralen Kuppel, obwohl diese bei dem Erdbeben 1988 teilweise beschädigt wurde.
Das Gebäude entstand 1687 während der Safaviden-Herrschaft und diente der muslimischen Gemeinde als Gebetsstätte. Nach der russischen Eroberung Erevan 1827 verlor es seine ursprüngliche religiöse Funktion und wurde später anderen Zwecken zugeführt.
Der Name des Ortes bezieht sich auf das umliegende Viertel, das seit Jahrhunderten für seine gemischte Bevölkerung bekannt ist. Heute können Besucher die engen Gassen und die architektonische Schichtung erkennen, die die lange Koexistenz verschiedener Gemeinschaften widerspiegelt.
Der Ort befindet sich in einem älteren Wohnviertel mit engen Straßen und ist zu Fuß erreichbar. Besucher sollten beachten, dass das Gebäude derzeit von Bewohnern genutzt wird und der Zugang begrenzt sein kann.
Während der Sowjetzeit wandelte sich das Gebäude in einen künstlerischen Treffpunkt um, in dem armenische Künstler und Intellektuelle arbeiteten und sich austauschten. Diese Neunutzung zeigt, wie religiöse Orte in der Sowjetunion neue kulturelle Rollen übernahmen.
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