Tchitundo-Hulu, Felskunststätte nahe der Namib-Wüste, Angola
Tchitundo-Hulu ist ein archäologischer Komplex mit vier verschiedenen Fundstellen voller Gravuren und Malereien, die auf Granitformationen in der südwestlichen Provinz Namibe verteilt sind. Die Felsoberflächen und Schutzdächer tragen über 180 erhaltene Kunstwerke, die mit roten oder weißen Pigmenten gestaltet wurden.
Der Ort wurde 1953 von José Camarate Andrade França dokumentiert und enthält Kunstwerke, die nach Radiokarbonanalysen bis zum frühen ersten Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Die Fundstelle zeigt, dass diese Region seit mindestens 3000 Jahren von Menschen besiedelt und künstlerisch gestaltet wurde.
Die Darstellungen zeigen Kreismuster, menschliche Figuren, Tiere und geometrische Formen in Rot oder Weiß auf den Felswänden und Schutzdächern. Diese Bilder geben Einblick in das tägliche Leben und die Gedankenwelt der frühen Bewohner dieser Region.
Der Hauptort liegt etwa 140 Kilometer östlich von Moçâmedes in einer Höhe von etwa 730 Metern und erfordert eine Wanderung über felsiges Gelände, um alle vier Fundstellen zu erkunden. Besucher sollten Wasser mitbringen und sich auf begrenzte Schatten und offenes Terrain vorbereiten.
Das Ensemble enthält seltene menschliche Darstellungen mit erhobenen Armen, die möglicherweise religiöse oder zeremonielle Bedeutung hatten. Diese Position wurde in wenigen anderen afrikanischen Felsenkunststätten gefunden und macht diese Kunstwerke besonders wertvoll für die Erforschung alter Kulturen.
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