Aisén Fjord, Küstenfjord in Südpatagonien, Chile.
Der Aisén Fjord erstreckt sich etwa 70 Kilometer von der Moraleda-Passage durch den Chonos-Archipel bis zur südchilenischen Festlandküste. Das Gewässer bildet ein verzweigtes System mit zahlreichen Buchten und Inseln zwischen Waldbeständen.
Die Erkundung des Aisén Fjords begann 1870, als Enrique Simpson die Gewässer mit dem Schiff Chacabuco erforschte. Diese Expedition eröffnete erste maritime Verbindungen zwischen Süd-Chiles abgelegenen Regionen.
Die Gemeinden entlang des Fjords leben von traditionellen Aktivitäten wie Schafzucht, Wollproduktion und Fischerei, die für die lokale Wirtschaft wichtig sind. Diese Lebensweise prägt das Bild der Küstensiedlungen bis heute.
Puerto Chacabuco an den Ufern des Fjords ist der wichtigste Hafen für Schiffe zwischen Puerto Montt und Südpatagonien. Besucher sollten sich auf wechselhaftes Wetter und lange Überfahrten einstellen, da die Region rau und wenig entwickelt ist.
Der Fjord hat große Gezeitenunterschiede von bis zu 8 Metern und erhält zwischen 4000 bis 7000 Millimeter Regen pro Jahr durch Westwinde. Diese extreme Nässe und die starken Wasserstands-Schwankungen prägen die Landschaft und machen die Schifffahrt anspruchsvoll.
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