Valdivia, Kolonialstadt in der Region Los Ríos, Chile
Valdivia ist eine Stadt in der Region Los Ríos in Chile, wo drei Flüsse zusammenfließen und ein verzweigtes Netz von Wasserstraßen bilden. Entlang der Ufer stehen alte Festungsanlagen und Gebäude mit europäischem Einfluss, während Boote zwischen Marktplätzen und Wohnvierteln pendeln.
Pedro de Valdivia gründete die Siedlung im Jahr 1552 als spanischen Außenposten an der südlichen Grenze des Reiches. Über Jahrhunderte hinweg bauten Kolonisten mehrere Forts zum Schutz vor Angriffen von See aus, wobei die militärische Bedeutung bis ins 18. Jahrhundert anhielt.
Deutsche Einwanderer errichteten im 19. Jahrhundert ihre Brauereien entlang der Flussufer, wobei sie Techniken aus Bayern mitbrachten und lokale Zutaten verwendeten. Heute sieht man in manchen Stadtvierteln hölzerne Fachwerkhäuser neben bunten chilenischen Gebäuden, während am Markt Fischer ihre Boote direkt an den Stegen festmachen und Besucher frischen Fang kaufen können.
Die Stadt eignet sich gut für Spaziergänge entlang der Uferpromenaden, wo man Robben und Wasservögel beobachten kann. Bei Regen bieten überdachte Markthallen und Cafés trockene Aufenthaltsorte, wobei das Wetter wechselhaft sein kann.
Das große Erdbeben von 1960 veränderte Teile des Stadtgebiets in Feuchtgebiete, die heute Lebensraum für Reiher, Kormorane und verschiedene Entenarten bieten. Diese neu entstandenen Zonen liegen zwischen Wohnvierteln und werden von Einheimischen zum Spazierengehen genutzt.
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