Puente ferroviario Maule, Eisenbahnbrücke in Maule, Chile
Die Maule-Eisenbahnbrücke ist eine genietete Warren-Fachwerkträgerbrücke, die erste von Chilenen gebaute ihrer Art, auf der alten Strecke des Ferrocarril al Sur zwischen den Bahnhöfen Maule und San Javier. Sie war ursprünglich 440 m lang, mit Spannweiten von 50 und 60 m; etwa 340 m stehen noch. Vier 220 m lange Gitterträger ruhen auf Mauerwerkswiderlagern und -pfeilern, die später durch Stahlbeton ersetzt wurden, mit bogenförmigen Windverbänden zwischen den Trägerpaaren.
Die Brücke ersetzte die provisorischen Holzbrücken über die Flüsse Lircay, Maule und Ñuble, die nach den sommerlichen Hochwassern jährlich neu errichtet werden mussten und den Zugverkehr nach Süden bis zu 30 Tage unterbrechen konnten. Die Arbeiten begannen im Januar 1883 mit der Umleitung des Nordufers; Mauerwerk, Widerlager und Pfeiler entstanden unter dem Ingenieur Domingo Víctor Santa María, und Lever, Murphy & Co. aus Caleta Abarca erhielt am 30. Mai 1883 den Auftrag für den 1.320 Tonnen schweren Überbau aus Schmiedeeisen. Eingeweiht wurde die Brücke am 11. April 1885 durch Innenminister José Manuel Balmaceda, zusammen mit den Lircay-Brücken. Am 7. September 1909 zerstörte die Entgleisung eines Güterzugs rund 40 m des zweiten nördlichen Feldes, das vollständig wiederaufgebaut werden musste.
Der Name der Brücke stammt vom Fluss Maule, den sie überquert, auf der alten Strecke des Ferrocarril al Sur zwischen den Bahnhöfen Maule und San Javier. Bei der Einweihung 1885 versperrten große chilenische Flaggen den Zugang, und die Delegation aß am Flussufer zu Mittag. Innenminister José Manuel Balmaceda lobte in seiner Rede die Arbeit der Chilenen und forderte die Konstrukteure auf, ihre Werkstätten für künftige Projekte zu erweitern.
Die Brücke ist außer Betrieb und liegt bei km 264 der alten Strecke des Ferrocarril al Sur, zwischen den Bahnhöfen Maule und San Javier. Von den ursprünglich 440 m stehen noch etwa 340 m, der Überbau ruht auf Mauerwerkspfeilern, die später durch Stahlbeton ersetzt wurden. Man betrachtet das Bauwerk vom Ufer aus, man überquert es nicht.
Vor der Eröffnung wurde die Brücke mit einem 49 m langen, 300 Tonnen schweren Zug im Stand und bei 50 km/h geprüft. Die Seitenbewegung betrug in allen Feldern 6 mm; die Durchbiegung 11 mm in den 60-m-Feldern und 7,9 mm in den 50-m-Feldern.
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