Ahu Akivi, Archäologische Plattform auf der Osterinsel, Chile
Ahu Akivi ist eine rechteckige Steinplattform mit nach Norden und Süden ausgreifenden Flügeln, über eine Rampe erreichbar und mit einem 25 Meter nach Westen reichenden Zeremonialplatz davor. Auf ihr stehen sieben Moai gleicher Form und Größe, aus graubraunem Gestein mit kräftigen Brauen und langer rechteckiger Nase. Darunter verläuft eine niedrige Mauer aus dunklen, unregelmäßigen Steinen, davor liegen Reihen kleiner runder Steine im Gras.
Ahu Akivi wurde in zwei Phasen vom Rapa-Nui-Volk errichtet. Eine zentrale rechteckige Plattform mit Nord- und Südflügeln, eine Zugangsrampe und ein 25 Meter langer zeremonieller Platz im Westen stammen aus dem 16. Jahrhundert; die sieben gleich großen Moai wurden Anfang des 17. Jahrhunderts aufgestellt. 1960 fanden William Mulloy und Gonzalo Figueroa García-Huidobro die Statuen umgestürzt vor und restaurierten sie.
Die sieben Moai stellen Kundschafter dar, die der Priester Hotu Matu'as aussandte und die auf den König warteten; anders als andere Statuen der Insel blicken sie zum Meer. Der Ort gehört den Miru, dem ranghöchsten Clan, und gibt einer der sieben Regionen des Nationalparks Rapa Nui ihren Namen.
Ahu Akivi liegt im Landesinneren am Südhang des Maunga Terevaka, auf 140 Metern Höhe und etwa 10 Kilometer nördlich von Hanga Roa; ein Inlandsweg führt über den Terevaka-Kegel dorthin. Die sieben Moai blicken zum Sonnenuntergang der Frühlings-Tagundnachtgleiche, sodass das Nachmittagslicht ihre Vorderseiten trifft. Der Boden um die Plattform ist flach und landwirtschaftlich genutzt.
Die Moai-Figuren sind nach präzisen astronomischen Berechnungen ausgerichtet und zeigen genau zum Punkt, wo die Sonne während der Frühjahrsnacht-und-Tag-Gleiche untergeht. Diese Ausrichtung zeigt das umfangreiche astronomische Wissen der alten Rapa Nui-Bewohner.
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