Hornos de Lonquén, Historisches Denkmal in Talagante, Chile.
Die Hornos de Lonquén sind eine ehemalige Kalkofenstätte am Fuß des Lonquén-Hügels in Talagante, bestehend aus zwei Ziegelöfen. Im März 1980 sprengte der neue Eigentümer des Landguts Lonquén die Öfen, sodass heute das veränderte Gelände der aufgegebenen Mine und keine intakten Bauwerke erhalten sind. Die 6,5 Hektar wurden 2005 vom Staat erworben.
Am 30. November 1978 fand eine Kommission der Vicaría de la Solidaridad unter Pater Cristian Precht menschliche Überreste in diesen verlassenen Kalköfen. Richter Adolfo Bañados bestätigte, dass es sich um fünfzehn Bauern handelte, die am 7. Oktober 1973 in Isla de Maipo festgenommen worden waren. 1979 wandte die Militärjustiz die Amnestie von 1978 an; 1980 wurden die Öfen gesprengt.
Der Ort ist ein Pilgerziel für die Angehörigen der fünfzehn 1973 getöteten Bauern. Im Jahr 2010 wurden 14 der 15 Urnen vom Gerichtsmedizinischen Dienst übergeben und in die Kirche Recoleta Franciscana gebracht, bevor sie bei einer Ehrung und Beisetzung in einer Gedenkstätte auf dem Friedhof von Isla de Maipo beigesetzt wurden.
Die Öfen liegen am Fuß des Hügels Lonquén und sind über eine Straße von Isla de Maipo aus erreichbar. Die Anlage wurde 1980 gesprengt, die Strukturen sind daher Ruinen und nicht intakt; festes Schuhwerk für unebenen Boden ist nötig. Das 6,5 Hektar große Gebiet wurde 2005 vom Staat erworben.
Im März 1980 sprengte der neue Besitzer des Landguts Lonquén die Öfen und beseitigte damit die Anlage, die für die Angehörigen der fünfzehn Opfer zu einem Pilgerort geworden war. Die 1978 gefundenen sterblichen Überreste waren heimlich aus dem Gerichtsmedizinischen Dienst entfernt und in einem Gemeinschaftsgrab des Gemeindefriedhofs von Isla de Maipo beigesetzt worden.
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